Anfrage der FDP Fraktion: Sachstand vergleichende Aufstellung Vergütungssätze Erzieher/innen in KiTas – Strategie Vergütung Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen in schulischen Betreuungseinrichtungen.

Anfrage:

Wann ist zur im Oktober 2010 eingebrachten Magistratanfrage, bezüglich Erstellung einer ortsbezogenen, vergleichenden Aufstellung der aktuellen Vergütungssätze sowie Zusatzleistungen (Zuschüsse, Job-Tickets, Wohnungsvermittlung, Weihnachts- Urlaubsgeld etc.) für Erzieherinnen und Erzieher in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen (U3 und Kindergärten) im Rhein-Main Gebiet mit einem Ergebnis zu rechnen?

Bestehen seitens der Stadt Neu-Isenburg konkrete Überlegungen zu einer Anhebung der tariflichen Eingruppierung für Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen in schulischen Betreuungseinrichtungen noch in diesem Kalenderjahr?

Begründung:

Der Markt für die Berufsgruppe der Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren dynamisch verändert.
Ausschlaggebend waren und sind mehrere gesetzliche, aber auch gesellschaftliche Änderungen bzw. Veränderungen. So hat der Bund ab dem Jahr 2013 einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Ein- und Zweijährige vorgesehen. Das Land Hessen hat die Betreuungsschlüssel in Kindertagesstätten herabgesetzt und viele Städte und Gemeinden, so auch die Stadt Neu-Isenburg, haben für sich den klaren Anspruch auf die Bereitstellung von sowohl quantitativ als auch qualitativ hochwertigen Angeboten zur Betreuung und Förderung von Kindern in verschiedenen Alterstufen formuliert.
Das wurde auch von der FDP immer unterstützt. Darüber hinaus wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zunehmend eingefordert. Eine steigende Anzahl von Eltern entscheidet sich für die Nutzung der zusätzlichen Betreuungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen. All diese Faktoren führen zu einem immer schärfer werdenden Wettbewerb um qualifizierte Erzieher/innen und Sozialpädagogen/innen (z.B. Offenbach, Frankfurt am Main).
Insbesondere in Metropolregionen spricht man bereits von einem „leergefegten Markt“.

Ein entscheidender Faktor zur Akquise neuer, sowie zur Motivation vorhandener Mitarbeiter ist ohne Frage die Höhe der Vergütung. Der Wettbewerb ist in vollem Gange, und es besteht nicht nur das Problem der Akquise neuer, sondern auch die Gefahr der Abwanderung erfahrener, eigener Kräfte.
Die FDP möchte mit dieser Anfrage in Erfahrung bringen, welche Strategie die Stadt Neu-Isenburg zur Stärkung Ihrer Wettbewerbsfähigkeit als Arbeitgeber verfolgt.