Anfrage der FDP-Fraktion.

Kindergarten Gartenstraße in Neu-Isenburg.

Kindergarten Gartenstraße in Neu-Isenburg.

Der Magistrat wird gebeten, eine ortsbezogene, vergleichende Aufstellung der aktuellen Vergütungssätze sowie Zusatzleistungen (Zuschüsse, Job-Tickets, Wohnungsvermittlung, Weihnachts- Urlaubsgeld etc.) für Erzieherinnen und Erzieher in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen (U3 und Kindergärten) im Rhein-Main Gebiet zu erstellen. Hierbei sind insbesondere die direkten Nachbargemeinden, wie Frankfurt, Offenbach, Walldorf, Dreieich, Langen, Dietzenbach, etc. aufzulisten.

Begründung:

Isenburger Eltern beobachten mit zunehmender Besorgnis die Schwierigkeit örtlicher Einrichtungen, frei gewordene Stellen erneut mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Demnach können Stellen teils nur mit erheblichem Zeitverzug oder bisweilen gar nicht mehr besetzt werden. Eine pädagogisch wertvolle und verlässliche Kinderbetreuung ist bekanntlich maßgeblich von der Anzahl und der Qualität des eingesetzten Betreuungspersonals abhängig. Erfreulicherweise wird diesem Zusammenhang in jüngerer Zeit auch auf politischer Ebene Rechnung getragen und in konkreten Maßnahmen (Änderung Betreuungsschlüssel, Ausbau U-3, Ganztagsbetreuung) umgesetzt. Diese Maßnahmen haben aber auch zu einer Umkehr der Arbeitsmarktverhältnisse für Erzieherinnen und Erzieher, hin zu einem Arbeitnehmermarkt geführt. Wer die Stellenanzeigen aufschlägt, wird dies unschwer feststellen können. Da die aktuellen Vergütungssätze in dieser Branche bekanntermaßen vergleichsweise niedrig sind, ist davon auszugehen, dass die Höhe der gezahlten Vergütungen und angebotenen Zusatzleistungen einer der Hauptentscheidungsfaktoren bei einer Wahl des Arbeitsplatzes spielt.

Mit dieser Anfrage soll eruiert werden, ob Neu-Isenburg mit den angebotenen Vergütungssätzen sowie Zusatzleistungen noch wettbewerbsfähig ist, oder den Anschluss an die umliegenden Gemeinden zu verlieren droht. Die den Bedarf nicht deckende quantitative Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern wird z. B. seitens der FDP-Kreistagsfraktion seit geraumer Zeit verfolgt, kann aber nicht Teil dieser Anfrage sein, obwohl die lange Ausbildungszeit und die Nichtanerkennung von ausländischer Ausbildung dazu führen wird, dass sich der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern noch verschärfen wird und damit auch die finanzielle Frage noch mehr in den Fokus rücken wird.