Christian Beck – der Mann mit zwei Gesichtern.

Jörg Müller, stellv. Fraktionsvorsitzender.

Jörg Müller, stellv. Fraktionsvorsitzender.

Mit Verwunderung registriert man in der FDP-Fraktion, wie Christian Beck, Spitzenkandidat der Neu-Isenburger SPD, und auch von dieser erneut für den Kreistag vorgesehen, zurzeit agiert.

Vehement verteidigt er die Kreisverschuldung als fremdbestimmt, sprich Berlin, oder durch zusätzliche Wünsche, wie im Bereich Schulen. Herr Beck behauptet, dass die Stadt Neu-Isenburg nicht immer über die hohen Kreis- und Schulumlagen jammern dürfe, weil ja über Hartz IV und Sozialhilfeleistungen das Geld nach Neu-Isenburg zurück flösse.

„Dies spricht natürlich Bände für die Rechenfähigkeiten Herrn Becks“, so Jörg Müller, finanzpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, „nur der kleinere Teil der hohen Umlagen der Stadt kommen auf diesem Weg wirklich wieder Isenburger Bürgern zu Gute. Nach einer Berechnung der FDP-Fraktion deutlich unter 50% und da beißt die Maus nun mal keinen Faden ab“.

„Mit seinem Verständnis von Haushaltspolitik und Ausgabengebaren stünde überdies zu befürchten, dass unter seiner Regierung in Neu-Isenburg, womöglich unter Beteiligung der Linken, unsere Stadt auch bald da steht, wo heute schon Dreieich, Dietzenbach oder eben auch der Kreis angelangt ist“, so Müller weiter, “nämlich auf einem Schuldenstand, der bald keine freiwilligen Leistungen mehr an seine Bürger und die Vereine und eigenfinanzierte Investitionen in die Infrastruktur erlaubt“. 

Im Kreistag jedoch befürwortete Herr Beck einen Schulentwicklungsplan, der zusätzliche Kosten verursachte, votierte er für die Privatschule des Herrn Strothoff, kontrollierte nicht merklich das Handeln des Peter Walter, hat bis heute nicht einmal eingeräumt, dass er mitbeteiligt ist an großen Teilen der zusätzlichen Verschuldung des Kreises Offenbach.
Im Neu-Isenburger Stadtparlament wiederum votiert er gegen vernünftige Vorschläge des Kämmerers in Richtung Aufarbeitung und Überprüfung eines evtl. fehlerhaften Finanzgebarens des Kreises.

Es zeigt sich, dass man eben nicht zwei Herren dienen kann, vor allem, wenn man einerseits Regierung (Kreis) und Opposition ist (Neu-Isenburg).
“Christian Beck sollte sich entscheiden was er will und für was er steht, wenn er nicht auf Dauer der Mann mit den zwei Gesichtern sein will“, so FDP Fraktionsgeschäftsführer und Kreistagsmitglied Gerhard H. Gräber.