Erfreuliche bauliche Aufbruchstimmung in Neu-Isenburg – Beseitigung der Leerstände in der Innenstadt als weitere dringliche Aufgabe der Stadtentwicklung

Jörg Müller, Ortsvorsitzender.

Jörg Müller, Ortsvorsitzender.

Der Vorstand der Freidemokraten begrüßt die städtebauliche Entwicklung in Neu-Isenburg, die mit der Neueröffnung des Shop West des Isenburg-Zentrums und dem Abriss des ehemals darüber gelegenen häßlichen Bürohochhauses einen großen Schritt nach vorn gemacht hat. „Dieser Bereich der südlichen Innenstadt hat eine deutliche Aufwertung erfahren, von der hoffentlich auch eine Initialzündung für die weitere Entwicklung des brach liegenden Güterbahnhofgeländes ausgeht“, so Jörg Müller, Parteivorsitzender der Liberalen. Auch die bald beginnende Bebauung des ehemaligen Agfa-Areals durch den Umzug des Dreieicher Elektronik-Unternehmens Arrow (vormals Spoerle) ist ein Gewinn für die städtebauliche Entwicklung in diesem von weiteren Brachen gezeichneten Teil Neu-Isenburgs, immerhin das südliche Entree und damit eine Visitenkarte unserer Stadt.

Insgesamt setzen die Liberalen im Stadtquartier Süd, also dem Güterbahnhofgelände, dem Agfa-Areal und dem alten DLB-Gelände auf die Politik der bürgerlichen Koalition und darauf, dass der angestoßene städtebauliche Wettbewerb mit Bürgerbeteiligung – auch mit dem Ziel der Schaffung weiteren Wohnraums – hoffentlich bald zum Erfolg geführt wird.

Aber die Liberalen haben noch ein Anliegen: Es geht um die geschäftlichen Leerstände in der Innenstadt, vor allem in der Bahnhofstraße bzw. der Umgebung der Fußgängerzone.

Und um einen solchen Leerstand – klein aber doch sehr störend – geht es der Isenburger FDP ganz konkret: „Das ist die nun schon seit einigen Monaten erneut leer stehende Gastronomie im Alten Stadthaus an der Schulgasse, also direkt neben dem Bürgeramt“, so Müller. „Offenbar gibt es hier trotz aller Bemühungen bislang keine aussichtsreichen Interessenten.“

Hier habe die Stadt es via Gewobau doch sogar selbst in der Hand, diese Räumlichkeiten einer sinnvolleren Nutzung zuzuführen. Jedenfalls bedürfe es keines weiteren gastronomischen Betriebs in einem städtischen Gebäude, der den übrigen Gastronomen in der Innenstadt zusätzlich Konkurrenz mache.

Und Thilo Seipel, stv. Parteivorsitzender, ergänzt: Nach mehreren Anläufen mit verschiedenen Ausrichtungen im Alten Stadthaus, ob Bistro, Irish Pub oder hessische Spezialitäten, muss man feststellen, dass eine Gastronomie-Nutzung nicht optimal ist. Dazu sei man einfach zu oft enttäuscht worden und die Summe sämtlicher Pachtausfälle sowie die regelmäßigen Leerstände seien nicht länger hinnehmbar.

Thilo Seipel, stellv. Ortsvorsitzender.

Thilo Seipel, stellv. Ortsvorsitzender.

Als alternative Nutzungen für das ehemalige „Tafelhaus“ im Alten Stadthaus können sich die beiden Liberalen vorstellen, nach entsprechenden Umbaumaßnahmen dort eine weitere Kinderbetreuungseinrichtung unterzubringen, für die dann an anderer Stelle Mietkosten entfallen könnten. „Genau diesen Weg ist doch der Bürgermeister schon mit dem Ladengeschäft im gleichen Gebäude auf Seiten der Frankfurter Straße gegangen“, so Thilo Seipel, „also, warum nicht auch hier?“ So könne auch die vorhandene Küche weiter genutzt werden, insb. im Rahmen einer Ganztagsbetreuung.

Eine weitere Idee des liberalen Ortsverbands, die Jörg Müller erläutert: Es kann auch eine Ausschreibung für Gestaltungsvorschläge erfolgen, bei der Mietinteressenten ihre künftigen Nutzungspläne einreichen. Bei entsprechendem Zuschlag könnte dann z.B. das erste Jahr – als Prämie für den Sieger dieses Wettbewerbs – die Räumlichkeit mietfrei überlassen werden oder die Gewobau bzw. die Stadt sich an den Investitionskosten für die Umnutzung beteiligen.

„Hauptsache, der unschöne Leerstand im Alten Stadthaus werde schnellstmöglich beseitigt, das Risiko künftiger Leerstände verringert und die Innenstadt weiter belebt“, so die beiden Vorstandsmitglieder der Liberalen abschließend.