EUROPA: VIELFALT, CHANCEN und HERAUSFORDERUNG

Richard Krüger, stellv. Vorsitzender der FDP Neu-Isenburg

Richard Krüger, stellv. Vorsitzender der FDP Neu-Isenburg

Manchmal hat die Eurokrise etwas von einer norddeutschen Landschaft. Die Region ist so eben, dass man schon eine Stunde vorher sieht, wer zu Besuch kommt, so eröffnet der Liberale Richard Krüger die Informationsrunde für seine Neu-Isenburger Fraktion. Die Stimmungslage zur Eurokrise ist auch hier ein beherrschendes Thema.

Bereits im August letzten Jahres hat die zyprische Regierung erklärt, Mittel in Höhe von 4 – 10 Mrd. Euro in Anspruch zu nehmen. Trotz der lang bekannten offensichtlichen Probleme kam es zu einem buchstäblichen bösen Erwachen der Zyprioten mit all seinen hässlichen Seiten.

Was zurückbleibt ist mit Sicherheit eine Katerstimmung und – noch schlimmer – der bittere Beigeschmack einer zunehmenden Entfremdung der Mitgliedsländer Europas.

Die allgemeine Sachlichkeit im Umgang mit den Krisen in Europa ist dabei in vielen Fällen abhanden gekommen.

In dieser angespannten Situation versucht sich eine neue Partei – „Alternative für Deutschland“ (AfD) – zu profilieren. Einige Stimmen behaupten hier, es gäbe eine Alternative für unsere Gemeinschaftswährung.

Die AfD hat anscheinend den utopischen Traum des anhaltenden statischen Gleichgewichts der Wirtschaft ohne Krisen und ohne Börsenblasen. Sie verschließt damit die Augen vor dem wirklichen Problem. Fakt ist, solche Übertreibungen werden nicht von einer Gemeinschaftswährung verursacht, sondern es sind die Menschen und deren falsche Vorstellungen vom schnellen Geld. Ein Ausstieg aus dem Euro würde damit das wahre Problem nicht lösen.

Europa, und dazu gehört Deutschland, steht für Menschlichkeit, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und Wohlstand für seine Bürger. Ein Ausstieg Deutschlands aus der Gemeinschaftswährung würde die Volkswirtschaften unserer europäischen Freunde sehenden Auges an den Rand einer globalen Welt drücken.

Gleichzeitig wäre es für einen Exportweltmeister eine politische und wirtschaftliche Isolierung. Eine Alternative zur Verantwortung in der EU ist wirtschaftlich und menschlich nicht denkbar.

Was die Lösung der internationalen Finanzkrise betrifft, sollten wir nicht dem Irrglauben erliegen, dass solche globalen Themen auf nationaler Ebene in den Griff zu bekommen sind. Wir müssen wohl anerkennen, dass wir den langen Weg in die Schuldenkrise auch wieder zurückgehen müssen, auch wenn die Situation zuweilen unbefriedigend und unübersichtlich ist, so der FDP-Europabeauftragte Krüger.

Mit schnellen Entscheidungen, zum Beispiel durch Steuererhöhungen, ist keinem gedient. Denn mit dieser Maßnahme werden nicht die erfasst, die die Haftung für den Schaden übernehmen müssten.

Schulden werden so über den Steuerweg umverteilt und verstaatlicht. Das gleiche gilt für Eurobonds. Diese Instrumente sind kein Mittel um eine verantwortungsvolle Wirtschaft wieder herzustellen.

Christian Lindner, Fraktions- und Landesvorsitzender der FDP NRW (Quelle: www.fdp-nrw.de)

Christian Lindner, Fraktions- und Landesvorsitzender der FDP NRW (Quelle: www.fdp-nrw.de)

Der Wähler darf zurecht misstrauisch sein, denn es ist nur schwer nachvollziehbar, warum Herr Trittin die Steuern stark anheben will, während der „Traumpartner“ SPD versucht, einen gegensätzlichen Gerechtigkeitswahlkampf zu führen.

Ob die Steuererhöhung die Verursacher der Krise trifft, muss jeder für sich entscheiden. Auch vor dem Hintergrund eines ausgeglichenen Haushalts, ist eine Steuererhöhung nicht vertretbar.

Ein Gutes hat die Krise: Nach einem reinigenden Gewitter bringt sie immer wieder neue Köpfe und Ideen hervor, so der Liberale Richard Krüger. Wer sich sein eigenes Bild machen will, den lädt die FDP Neu-Isenburg gerne zu ihrem Sommerfest am 18. August 2013 ein, zu dem auch Christian Lindner, stellv. Bundesvorsitzender der FDP, eingeladen ist. Den Ort der Veranstaltung werden wir noch rechtzeitig bekannt geben.

Zum Besuch von Christian Lindner alles Weitere dann auch unter www.fdp-neu-isenburg.de.