FDP zum Neu-Isenburger Stadtquartier Süd: Ein Meilenstein der Stadtentwicklung, aber weitere Gestaltungsideen zwingend erforderlich !

Teilansicht des FDP-Entwurfs für das Stadtquartier Süd

Teilansicht des FDP-Entwurfs für das Stadtquartier Süd

Die ständigen Kommentare der grünen Montagsrunde zum Stadtquartier Süd nahm die FDP-Regierungsfraktion bereits zum Anlass, zu mehr Gelassenheit bei dem Thema aufzurufen. Gerhard Gräber, Fraktionsgeschäftsführer der Freidemokraten, meint jetzt dazu ergänzend: „Man sollte doch nicht jeden Aspekt, der einem in dem laufenden Planungsverfahren missfällt, gleich zum Anlass nehmen, sein persönliches Missfallen presseöffentlich kund zu tun und das Verfahren insgesamt in Frage zu stellen.“

FDP-Vorsitzender Jörg Müller stellt fest, dass auch den Liberalen das ein oder andere im aktuellen Planungsprozess und Bürgerbeteiligungsverfahren optimierbar erscheint. Gemessen daran, dass die Stadt Neu-Isenburg hier absolutes Neuland bei solchen Verfahren betreten hat, könne sich das bisherige Ergebnis aber durchaus sehen lassen. Dazu zähle: Ein guter Vorschlag zur Rahmenplanung des Architektenbeirats, der die Erholungsfunktion des neuen Stadtquartiers betone, viel neuen Wohnraum in ruhiger Lage schaffe sowie die ohnehin gute kulturelle und soziale Infrastruktur der Stadt weiter ausbaue.

Müller meint damit die großzügige Grünanlage, die das Quartier T-förmig durchzieht, mit dem Isenburg-Zentrum vernetzt und somit z.B. nach einem Einkauf zum weiteren Aufenthalt einlädt. Der Name des Parks sei für ihn und seine Partei schon fast klar: „Hugenottenpark“. Darüber hinaus gefalle die ausgewogene Mischung an neuem Wohnraum und Gewerbe mit am Ende vielleicht bis zu 2000 neuen Einwohnern.

Hier dürfe man nicht vergessen, dass es immer noch das vielfältige und hochwertige Gewerbe in Neu-Isenburg sei, was die Stadt über hohe Steuereinnahmen überhaupt in den Luxus versetze, solch anspruchsvolle städtebauliche Planungen mit 6 renommierten Architekturbüros zu realisieren. Dadurch würden auch erneut hohe kulturelle und soziale Standards mit einem Kulturzentrum, einer Kleinmarkthalle und weiteren Kinderbetreuungseinrichtungen im neuen Quartier gesetzt.

Dabei sei es keineswegs so, wie die Grünen und die SPD immer wieder irrtümlich betonen, dass wir genügend leer stehenden Büroraum in Neu-Isenburg haben. Die Neubauten der Firma Arrow, der PSA-Bank und von Lufthansa LSG Sky Chefs im Gewerbegebiet Süd zeigten doch eindrucksvoll, dass der aktuell freie Büroraum in den Gewerbegebieten der Stadt nicht mehr modernen Ansprüchen an hochwertige, flexible Büroflächen mit der erforderlichen räumlichen und EDV-seitigen Infrastruktur genügt. Hier sollten sich die Isenburger Grünen mal an ihren in Regierungsverantwortung stehenden Frankfurter Parteifreunden orientieren und akzeptieren, dass Neu-Isenburg auch mit Frankfurt und nicht nur mit den südlichen Anrainerkommunen konkurriert. Kurzum: Ein Verhältnis von 60:40 Wohnen zu Arbeiten im neuen Stadtquartier Süd sei deshalb absolut angemessen, betont Jörg Müller.

Als offene Wünsche der FDP im schon bald folgenden Detailplanungsprozess möchten die Freien Demokraten ihre Vorstellungen durch ihren Planungsexperten Alexander Jungmann einbringen, der im Bürgerbeteiligungsverfahren mit seinen Gestaltungsideen im Gegensatz zur Montagsrunde bereits hohen Zuspruch bei den Bürgern erntete, nachzulesen auf der städtischen Homepage www.stadtquartier-sued.de. Dazu zählen eine anspruchsvolle Gestaltung der Grün- und Freiflächen im Stadtquartier Süd mit einer Wasserfläche im Winter zum Schlittschuhlaufen und einer kleinen Erhebung mit Aussichtsturm und Blick auf die Skyline von Frankfurt. Ein kleiner Erlebnisspielplatz für Jung und Alt würde das Freizeitangebot der Stadt für ihre Bürger abrunden.

In den historischen Backsteingebäuden der Branntweinverwaltung soll nach dem Wunsch von Andreas Frache, FDP-Magistratsmitglied, ein Informationszentrum der „Route der Industriekultur Rhein/Main“ entstehen. Richard Krüger, stv. Vorsitzender, erinnert an das von ihm angedachte Zentrum für Existenzgründer, das hoffentlich auch noch in diesen ehrwürdigen Gebäuden untergebracht werden kann.

In puncto Gastronomie würde es die Freien Demokraten erfreuen, wenn im Zuge der Bebauung des Stadtquartier Süd das schmucke „Gleis 1“ in privater Hand endlich wiederbelebt werden könnte.

FDP Entwurf als Download: Stadtquartier_Sued_Waterfront_2