GEDANKEN ZUR STADTENTWICKLUNG VON NICK TIMM (GRÜNE) BEGRÜSSENSWERT – ABER VORSICHT VOR ZU STARKEN FESSELN!

FDP-Ortsverband greift die Gedanken der Neu-Isenburger Grünen auf.

Susann Guber, Vorsitzende der FDP Neu-Isenburg

Susann Guber, Vorsitzende der FDP Neu-Isenburg

„Das Ziel der FDP ist es, und so ist ja auch das Leitbild des 2016 geschlossenen Koalitions­vertrags, die Lebensqualität in Neu-Isenburg auszubauen und Urbanität zu schaffen. Von daher sehen auch wir das Erfordernis, ganzheitlich zu denken und an einem in sich geschlossenen Stadtentwicklungskonzept zu arbeiten“ so die Ortsvorsitzende und Stadtverordnete Susann Guber. „Im Rahmen eines Gesamtkonzepts sind Ziele etwa für die Ansiedlung qualitativ hoch­wertigen Einzelhandels, die Parkraumbewirtschaftung, die künftige Ausrichtung der Hugenot­tenhalle einschließlich der Stadtbibliothek, des Erscheinungsbildes der zentralen Durchgangs­straßen und für viele andere Teilbereiche zu definieren.“

„Im Hinblick auf den Bereich Frankfurter Straße oder auch Bahnhofstraße ist der angeregte Austausch zwischen Stadt, Immobilieneigentümern und Architekten ein sinnvoller Weg“ so die Liberalen. „Die Forderung, die Stadt müsse für ein angemessenes Verhältnis zwischen Eigentums- und Mietwohnungen sorgen, halten wir jedoch für problematisch. Bezahlbaren Wohnraum schaffen wir in erster Linie durch Neubau, und dies bedeutet, dass Neu-Isenburg für Investoren attraktiv sein muss. Wenn wir zu starre Vorgaben machen, könnte das Interesse an einem privaten Engagement und der Schaffung ansehnlicher Immobilien schnell erlahmen“ ergänzt Vorstandsmitglied und Fraktionschef Thilo Seipel. Er macht sich zudem Gedanken über den anzusiedelnden Einzelhandel: „Die Fußgängerzone und die Frankfurter Straße können im Wettbewerb mit dem IZ nur bestehen, wenn Einzelhändler gezielt angesiedelt werden, die sich vom Angebot des IZ abheben. Die Idee, wie sie bereits einmal von der IG City aufgebracht wurde, die Fußgängerzone als „Kleine Fressgass“ zu betreiben und zu vermarkten, sollte weiter verfolgt werden.“

Vorstandsmitglied und Stadtverordneter Jörg Müller: „Die Idee, den Verkehr zu reduzieren, halten wir prinzipiell für sinnvoll. Aber dies darf keine Diskriminierung des Individualverkehrs zur Folge haben – daher auch die Idee des Parkleitsystems: Durch bereits frühzeitige Indikation, wo Parkplätze frei sind, kann der belastende Suchverkehr eingeschränkt werden. Von daher sehen wir das Parkleitsystem nicht als politisches Partikularinteresse, sondern als einen Einstieg in ein umfassendes Verkehrskonzept.“

Einig sind sich die Liberalen, ungeachtet unterschiedlicher Sichtweisen im Einzelfall, mit der grünen Forderung: „Wir dürfen die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts und den hieraus resultierenden Anstoß wichtiger Projekte wie der Hugenottenhalle und der Weiterentwicklung des Quartiers Alter Ort/Bahnhofstraße/Frankfurter Straße nicht weiter auf die lange Bank schieben. Sobald wir eine Förderzusage für das Stadtentwicklungsprogramm haben, müssen wir in den Ideenwettbewerb einsteigen. Wir freuen uns drauf!“