HESSENTAGSBEWERBUNG KRITISCH ÜBERDENKEN UND DIE BÜRGER MITNEHMEN!

Neu-Isenburger FDP regt einen Bürgerentscheid an

Vorsitzende der FDP Neu-Isenburg, Susann Guber.

Vorsitzende der FDP Neu-Isenburg, Susann Guber.

Die Debatte um den Hessentag bewegt auch die örtliche FDP. „Der Verzicht auf eine, womöglich überhastete, Bewerbung für den Hessentag 2020 war richtig“ so Susann Guber, Ortsvorsitzende der FDP „Über die Vor- und Nachteile die für Neu-Isenburg mit dem Hessentag einhergehen wissen wir aktuell einfach zu wenig. Bekannt ist, dass eine solche Veranstaltung die Bürgerinnen und Bürger als Ganzes erst einmal sowohl Nerven als auch Geld kostet. Im Gegenzug bieten sich vor unserer Haustür attraktive Großveranstaltungen, unser Bekanntheitsgrad steigt nachhaltig und womöglich lässt sich auch die eine oder andere Infrastrukturmaßnahme darüber schneller finanzieren. Würden wir mittels entsprechender Finanzspritzen zum Beispiel den in die Jahre gekommenen Gebäudekomplex Hugenottenhalle/Stadtbibliothek in ein modernes Kultur- und Bildungszentrum verwandeln können, so wäre das mehr als hilfreich. Eventuell stünde am Ende einer turbulenten Hessentagswoche aber auch nur ein durch Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen auszugleichendes Millionendefizit in den Büchern. Wir können es derzeit noch nicht abschätzen.

Fraktionsvorsitzender der FDP in Neu-Isenburg, Thilo Seipel.

Fraktionsvorsitzender der FDP in Neu-Isenburg, Thilo Seipel.

Die Entscheidung, ob wir uns bewerben, steht daher zu Recht noch völlig offen. – da es sich hier um ein bisher nicht dagewesenes Großereignis handelt, regt die FDP die Stadtverordneten an, hier einen nach der HGO zulässigen Bürgerentscheid zu initiieren. Fraktionschef Thilo Seipel ergänzt: „Der Hessentag ist ganz gewiss mehr als ein bloßes „Jubelfest“ – er wurde nach dem Krieg als indentitätsstiftendes Landesfest ins Leben gerufen. Ob er heute noch zeitgemäß ist, darüber lohnt es sich zu sprechen. Wichtig ist hier die Einbindung der Bürger von Anfang an. Und vor allem brauchen wir eine absolute Kosten-Nutzen-Transparenz.“