Medienlandschaft in Deutschland: Privat versus Öffentlich-Rechtlich

Die Medienlandschaft in Deutschland lebt vom Pluralismus öffentlich-rechtlicher Institutionen und privater Medien. Anschaulich und durchaus mit vielen neuen Einsichten präsentierte der Referent Jürgen Fielstette des nun schon 35. Liberalen Stammtischs der Neu-Isenburger FDP auf Einladung des Vorsitzenden Jörg Müller seine Sicht der Dinge. Fielstette, der in Neu-Isenburg wohnt, ist ausgewiesener Medien-Experte und amtierender Vorsitzender des Programmbeirats des privaten Rundfunksenders „Radio RPR“ aus Mainz und Ludwigshafen mit seinem zweiten Hörfunkprogramm „BIG FM“ mit Zielgruppe junge Menschen.

v.l.n.r.: FDP-Stadtrat Andreas Frache, Referent Jürgen Fielstette, stv. Vorsitzender Richard Krüger, Vorsitzender Jörg Müller, 2. stv. Vorsitzender Thilo Seipel

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FDP-Stadtrat Andreas Frache, Referent Jürgen Fielstette, stv. Vorsitzender Richard Krüger, Vorsitzender Jörg Müller, 2. stv. Vorsitzender Thilo Seipel

Dabei wurde intensiv der Frage nachgegangen, ob wirklich nur die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten noch Niveau vermitteln, oder die Privaten inzwischen vieles besser können. Über Einschaltquoten der unterschiedlichen Hörfunkprogramme sowie für die beliebtesten Sendeformate wurde ebenso gesprochen, wie über die für eine Reihe von Mediennutzern unbedingt notwendigen, für viele aber auch überteuerten Rundfunkbeiträge.

Es schloss sich eine rege Fragerunde und eine kontroverse Diskussion der rund 20 Teilnehmer des Liberalen Stammtischs an, für den der Tennisclub Rot-Weiss Neu-Isenburg dankenswerterweise den Raum seiner Vereinsgaststätte zur Verfügung gestellt hatte.

 Zuhörerschaft des Politstammtisches, die nicht mit Applaus geizte.

Zuhörerschaft des Politstammtisches, die nicht mit Applaus geizte.

Als Fazit bleibt nach Fielstettes Vortrag festzuhalten: Das duale Rundfunksystem in Deutschland sollte unbedingt beibehalten werden, die privaten Sender schließen eine wichtige Lücke im Programmangebot der gebührenfinanzierten Sender und brachten viele prämierte Sendeformate hervor, die inzwischen von den öffentlich-rechtlichen Anstalten sogar kopiert werden. Zu überlegen wäre, die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender ausschließlich auf Gebühren abzustellen. Damit sie den privaten Sendern, deren hauptsächliche Einnahmequelle die Werbeeinnahmen sind, nicht einen Teil des „Werbekuchens“ wegnehmen und damit die Programmqualität gefährden könnten.