Neues von der Feuerwehr.

v.l.n.r.: Gerhard H. Gräber - Moderator, Rolf Keim aus Langen- Referent/Stv. Kreisbrandinspektor, Stefan Werner – Referent, Stadtbrandinspektor Neu-Isenburg.

v.l.n.r.: Gerhard H. Gräber - Moderator, Rolf Keim aus Langen- Referent/Stv. Kreisbrandinspektor, Stefan Werner – Referent, Stadtbrandinspektor Neu-Isenburg.

Über Nachwuchssorgen und mehr erfuhren die zahlreichen Teilnehmer am von Richard Krüger organisierten Stammtisch der FDP zum Thema:“ Die Freiwilligen Feuerwehren – Nachwuchsprobleme und Lösungsansätze.

Nachdem Moderator Gerhard H. Gräber begrüßt hatte und sich im Namen aller für den Sturmeinsatz der Wehren vom Vortag bedankt hatte, ging er gleich in medias res.

Er fragte den stv. Kreisbrandinspektor Rolf Keim und den Neu-Isenburger Stadtbrandinspektor Stefan Werner, wie es denn in den folgenden Bereichen aussähe:

1. Wegfall der Wehrpflicht und damit den „Anstattdienst“ bei den Feuerwehren.

2. Anteil Frauen (50%/8-10%) und Migranten (20%/4-5%), die beide gemäß ihrer Bevölkerungsanteile in den Wehren unterrepräsentiert seien.

3. Nachwuchs über „Baby“- und Jugendfeuerwehren.

4. Probleme mit den Arbeitgebern.

5. “Rente“ Land und sonstige Zugaben seitens der Städte.

6. Pflichtfeuerwehr.

Keim und Werner arbeiteten die Fragen ab, wobei sich auch immer wieder interessante Zwischenfragen seitens der Besucher auftaten. Unser Stadtrat Andreas Frache nutzte diese Gelegenheit, um einzelne Knackpunkte näher zu klären die Fraktionsvorsitzende Susann Guber möchte schon die eine oder andere Information in der Fraktionsarbeit weiterverfolgen.

1. Der Wegfall der Wehrpflicht hatte große keine Auswirkung für die Feuerwehr N-I.

2. Frauen und Migranten werden gleichermaßen beworben. Der Feuerwehrmann scheint aber leider nur vermehrt die jungen Männer anzusprechen. Unterstützung oder Interesse seitens Ausländerbeiräten und Frauenbeauftragten ist scheinbar sehr gering.

3. Über Nachwuchs und Seiteneinsteiger wird im Landkreis die Einsatzkräftezahl seit Jahren bei 1600 gehalten. Solange das gelingt, gibt es keine schweren Probleme.

4. Arbeitgeberprobleme gibt es, sind aber schwer zu ermitteln. Hier ist vermehrt eine gute Werbung, aber auch Verhandlungsgeschick bei den Arbeitgebern gefragt. Angestellte, die bei der Feuerwehr ihren freiwilligen Dienst leisten sind halt besondere Mitarbeiter mit hoher sozialer Kompetenz.

5. Die vorgelegte Lösung des Landes zur Einmalanerkennungszahlung wurde seitens der FFW akzeptiert, da kein Machbares, besseres Angebot vorlag. Die Städte geben Zuschüsse für die Förderung des Gemeinschaftsgedankens, die Jugendfeuerwehren sowie km Geld im Einsatz,letzteres geht in Neu-Isenburg an den Feuerwehrverein.

6. Eine Pflichtfeuerwehr gibt es in ganz Hessen nicht, und sowohl Keim als auch Werner waren sich einig, dass der Wegfall von Freiwilligen Feuerwehren eine Berufsfeuerwehr bedürfe. Eine Berufsfeuerwehr für die „Rund um die Uhr Einsatzgruppe“ von je 10 Leuten pro Schicht, ergäbe für die Stadt Kosten von 2-2,5 Mio. Euro pro anno.

Ein interessanter Infoabend ging mit Dankesworten von 1. Stadtrat Stefan Schmitt an die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren zu Ende.