Privatisierung von Friedhöfen.

Der Magistrat wird gebeten, zusammen mit dem Vorstand des Friedhofszweckverbandes, zu prüfen, ob es wirtschaftlich für die Städte Dreieich und Neu-Isenburg und kostensparend für die Bürgerinnen und Bürger der Städte Dreieich und Neu-Isenburg wäre, den Friedhofszweckverband in toto zu privatisieren oder zumindest einzelne Friedhöfe.

Über das Ergebnis soll im Haupt- und Finanzausschuss berichtet und diskutiert werden.

Begründung:

Einem Gebührenvergleich der Verbraucherinitiative Aeternitas zufolge sind in Städten, in denen private und kommunale Friedhofsbetreiber im Wettbewerb stehen, die Begräbnisgebühren merklich niedriger.

Ein Beispiel hierfür ist, wie in der Presse zu lesen war, die Stadt Bielefeld, die Gräberfelder privat erfolgreich und preiswert betreiben lässt. Es ist in Erinnerung, dass der FZV er kürzlich nicht unerheblich Zuschüsse von Dreieich und Neu-Isenburg gefordert hat. Ein privater Betreiber hat auch bessere Möglichkeiten, auf Bedürfnisse wie Beerdigungen Freitag Nachmittag oder Samstag einzugehen. Das wurde bisher beim FZV nicht ermöglicht, obwohl es Nachfrage gibt und die Mitarbeiter auch in ausreichender Zahl zum Einsatz bereit gewesen wären. Auf dem hessischen Land sind Samstagsbeerdigungen üblich und problemlos möglich, warum bei uns nicht?Ein privater Betreiber würde das, bei guter Einnahme, ermöglichen. Eine entsprechende Gegenüberstellung zwischen FZV und Privatbetreiber wäre nach Auffassung der antragstellenden Fraktion auf Grund der derzeit bestehenden Gebührenlage, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger beider Städte, angezeigt.

Mit freundlichem Gruß
Edith Reitz
Fraktionsvorsitzende