Replik auf die Pressemitteilung der Grünen: Kulturmeile mit Modellcharakter schaffen.

„Der Pressesprecher der Grünen, Nick Timm, hat sich augenscheinlich auf die FDP Fraktion eingeschossen, allerdings erneut über das Ziel hinaus“, so FDP Fraktionsgeschäftsführer Gerhard H. Gräber.

„Der Wunsch, die Stadtmitte zu gestalten, darf nicht dazu führen, blindlings Risiken einzugehen“ meint der stv. Vorsitzende der FDP Neu-Isenburg, Andreas Frache.

Bei einer Rückabwicklung des Kaufvertrages (welche höchstwahrscheinlich auch gar nicht praktisch hätte vollzogen werden können) hätte die Stadt auch die neugebauten bzw. sanierten Gebäude (Spielothek und „Gleis 1“) übernehmen müssen. Somit wäre Neu-Isenburg zum Spielhallenvermieter geworden und hätte erneut einen schwer vermarktbaren Gastronomiebetrieb im Eigentum – solche Risiken kann man in Zeiten knapper Kassen nicht eingehen.

Selbstverständlich ist die FDP unverändert daran interessiert, auf dem Güterbahnhofgelände den „Hugenottenpark“ als grüne Oase in der Stadt und attraktives Entree zum BfB-Gelände, zu dessen Nutzung der FDP Ortsverband auch einen Vorschlag gemacht hat, zu realisieren.

Hierzu sollte jedoch mit Geduld und ruhiger Hand versucht werden, die nichtentwickelten Teilflächen nach Möglichkeit mit Investoren in einer großflächigen Lösung zu realisieren, welche auch einen Park und eine interessante Nutzung des BfB Geländes mit umfasst.

Jeder, der sich ernsthaft mit der stadtplanerischen Neugestaltung des Güterbahnhofsgeländes und der anschließenden Industriebrachen befasst hat, weiß, dass diese Gesamtflächen aufgeteilt und dann, Stück für Stück, nach der Gesamtvorgabe ,realisiert werden müssen. Und genau diesen Weg wird die FDP im Rahmen der Koalition gehen – wie dargelegt: mit ruhiger Hand und unter Beteiligung der Bürger.

Die Grünen wären gut beraten, sich ebenso unaufgeregt und sachlich an der Diskussion für diese wichtige Stadtentwicklungsplanung zu beteiligen.