Spagat geglückt?

v.l.n.r.: Edith Reitz, Ortsvorsitzende LiS, Dr. Stefan Ruppert, MdB, Gerhard H. Gräber, Kreisvorsitzender LiS.

v.l.n.r.: Edith Reitz, Ortsvorsitzende LiS, Dr. Stefan Ruppert, MdB, Gerhard H. Gräber, Kreisvorsitzender LiS.

Als Vortragsthema hatte Dr. Stefan Ruppert, MdB, das Thema „Spagat zwischen Wissenschaft und Politik“ gewählt und ca. 30 Besucherinnen und Besucher saßen im Stadtteiltreffcafe Westend, gestärkt durch von der Ortsvorsitzenden LiS Edith Reitz spendierten Kaffee und Kuchen, und lauschten gespannt, was Ruppert zu berichten hatte.

In launigen Worten erklärte er, wie er trotz sozialdemokratischen Großeltern und politischem Elternhaus zu Politik gekommen war, nämlich über zwei Vorbilder, die Herren Gerhardt und Genscher.

Neben dem Jurastudium “hat mir anfangs keinen Spaß gemacht“ kam er über die JULIs, das Stadt- und Kreisparlament in die Landespolitik, wo“ ein rauerer Wind wehte“ als in der Kommunalpolitik.

Neben Studienabschluss und Promotion, durch die er ans Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte (MPIeR) in Frankfurt kam, bastelte er weiter an seiner angedachten bundespolitischen Karriere.

Mittlerweile Leiter einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe am MPIeR kandidierte er für den Bundestag ,und auf Grund des tollen FDP-Ergebnisses wurde er Abgeordneter.

Hier wurde ihm rasch klar, dass er es nahezu ausschließlich mit Berufspolitikern zu tun hatte, eine Spezies, die der Normalbürger eigentlich nicht will.

Ruppert musste innegehabte kommunale Ämter abgeben, da er neben Berlin und dem MPIeR auch noch eine Frau hat, die der Meinung war, wenn “man verheiratet ist, sich doch auch mal sehen sollte“ und er das genau so sieht.

Auch gab Ruppert kund, dass er sich noch Zeit nehmen will um zu entscheiden, ob er auf Dauer Politik oder Wissenschaft machen möchte, „den Dauerspagat dazwischen hält man nicht durch“.

Nachdem Ruppert auch noch einige aktuelle politische Nachfragen der Zuhörer beantwortet hatte, wobei er auch sehr wohl zwischen Inhalten und „wie man es rüberbringt“ unterschied, wurde er als Weinliebhaber von Edith Reitz mit einem guten Tropfen und von allen mit Beifall verabschiedet.