Susann Guber fordert Jugendtreff im Osten der Kernstadt.

Susann Guber in Begleitung von Unterstützern eines Jugendtreffs im Birkengewann.

Susann Guber in Begleitung von Unterstützern eines Jugendtreffs im Birkengewann.

„Schauen Sie mal auf unseren Stadtplan, da erkennen Sie einen weißen Fleck“, sagt die FDP-Bürgermeisterkandidatin Susann Guber mit Hinweis auf den nach ihrer Ansicht fehlenden Jugendtreff. So gäbe es solche Räumlichkeiten in Gravenbruch und in Zeppelinheim, natürlich auch im Westend in Form des „Jugendcafes“.

Im Osten der Kernstadt fehle hingegen ein solches Angebot für Jugendliche, obwohl es hier durch die Neubaugebiete Erlenbachaue und künftig Birkengewann sicher einen Bedarf gibt. Es sei laut Guber gänzlich unverständlich, warum ein FDP-Antrag hierzu seit Jahren im Bauausschuss schmort und das regierende politische Establishment nicht einmal bereit war, einen solchen Jugendtreff im Bebauungsplan „Birkengewann“ einzuplanen.

Erster Stadtrat Herbert Hunkel irre auch, wenn er wie in der seinerzeit geführten Debatte über einen weiteren Jugendtreff behaupte, dass dieser im Osten nicht nötig sei, weil es schon Angebote seitens Kirchengemeinden und in Form des „Cafe Zukunft“ gäbe.

Erstens sei das dortige kirchliche Angebot für Jugendliche ausgedünnt worden. Zweitens, so Guber, sei das Cafe Zukunft als Teil des Streetworker-Projekts schon vor einem Jahr vom Kalbskopf ebenfalls in den westlichen Stadtteil umgezogen. Drittens soll es sich bei dem von Guber geforderten Jugendtreff auch um ein Angebot für Jugendliche handeln, die noch nicht auffällig geworden sind. Und auch an diese unproblematischen Jugendlichen – nach Gubers Auffassung nach wie vor die breite Mehrheit – sollten wir denken. Zumal das Freizeitangebot in Neu-Isenburg im Jugendbereich auch Nachholbedarf gegenüber dem Angebot für die ältere Generation habe. In der Seniorenarbeit existierten schließlich auch zwei offene Treffs in der Kernstadt, das „Lukas-Cafe“ im Westend und das „Babbel-Cafe“ in der Bansamühle im Osten. Dies sei ein weiteres Argument für Gubers Einsatz für den zusätzlichen offenen Jugendtreff im östlichen Teil der Kernstadt, am besten in Ergänzung der geplanten Schulsportanlage um die Ecke.

Konflikte mit Anwohnern seien in dieser Lage auch nicht zu befürchten. Der offene Charakter einer solchen Einrichtung unterscheide diese auch vom „Infocafe“ im Alten Schulhaus, so Guber abschließend, „diese Einrichtung sei völlig anders zu bewerten und diene keinesfalls als Ersatz für den von mir geforderten Jugendtreff.“