Abschreckung durch Freiheit

Lesung mit Michael Schmidt-Salomon fand großen Anklang

Michael Schmidt-Salomon bei seiner Buchlesung, flankiert zur Linken von Karl-Richard Krüger, FDP-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 185.

Michael Schmidt-Salomon bei seiner Buchlesung, flankiert zur Linken von Karl-Richard Krüger, FDP-Bundestagskandidat für den Wahlkreis 185.

Vor rund 30 Zuhörern stellte der Philosoph Dr. Michael Schmidt-Salomon sein Konzept einer Verteidigung der offenen Gesellschaft vor. „Moderne Gesellschaften erlauben nicht nur die Auseinandersetzung um das Wahre, Schöne, Gute, sondern sie fördern diese Auseinandersetzung aktiv. Hierzu bedarf es jedoch klarer, kultureller Vorgaben, die man auch als Spielregeln des zivilisierten Widerstreits bezeichnen könnte.“

Als Negativbeispiel, wie dies nicht geschehen kann, führte der Autor den Besuch des iranischen Staatspräsidenten im Januar 2016 in Rom an, als man dort jahrhundertealte nackte Statuen verhüllte, um keine religiösen Gefühle zu verletzen. „Es gibt Dinge, die man tolerieren muss, die man tolerieren kann und die man nicht akzeptieren kann.

Die Werteordnung einer freien Gesellschaft zeichnet sich aus durch Freiheit, Gleichheit, Individualität, Säkularität und Rationalität. Diese Werte gilt es gegenüber jedem zu verteidigen.“ Die Grenzen der Toleranz sieht der Autor dort, wo diese Werte nicht akzeptiert werden. Jeder könne seine Weltanschauung leben, jedoch habe das Ausleben der eigenen Weltanschauung genau dort seine Grenzen, wo die genannten Grundwerte verletzt würden.

Durch den spannenden Abend führte Karl-Richard Krüger, Bundestagsdirektkandidat der FDP für den Wahlkreis 185.