Kontroverse Diskussionen im Porto Seguro!

Blick in die Runde, der interessierten Diskussionsteilnehmer.

Blick in die Runde, der interessierten Diskussionsteilnehmer.

Der Themenstammtisch im September stand im Zeichen des Flughafen­ausbaus – Wie wird sich Neu-Isenburg verändern, wie wird die Lebensqua­lität beeinflusst?

Um diese Frage zu erörtern, sind der Einladung des FDP-Ortsverbandes Neu-Isenburg am 21. September 2011 ins Restaurant Porto Seguro ca. 30 Gäste gefolgt. Referent war Stefan Müller, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Land­tagsfraktion. Sein Tenor: Trotz steigender Flugbewegungen wird es für Neu-Isenburg aufgrund des weitgehenden Nachtflugverbots, der aktiven Schallschutzes und der Qualität der Maschinen, die die künftige Mittelbahn anfliegen, nicht unbedingt schlechter werden.

Dies sahen viele Diskussionsteilnehmer – darunter einige Mitglieder der AG Flughafen – natürlich anders. Besonders kontrovers wurde über das Thema Nachtflugverbot debattiert: Hier erläuterte der Referent die verwal­tungsrechtlichen Überlegungen, die zur Revision des Landes Hessen gegen das gerichtlich verhängte absolute Nachtflugverbot geführt haben, er gab aber auch zu, dass diese Erwägungen für die Betroffenen kaum trans­parent zu machen seien. Der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, Jörg Müller, appellierte an den Abgeordneten, sich für ein absolutes Nachtflug­verbot einzusetzen.

v.l.n.r.: Jörg Müller (Ortsvorsitzender), Stefan Müller (verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Land­tagsfraktion) und Thilo Seipel (stellv. Ortsvorsitzender).

v.l.n.r.: Jörg Müller (Ortsvorsitzender), Stefan Müller (verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Land­tagsfraktion) und Thilo Seipel (stellv. Ortsvorsitzender).

Ein weiteres sehr kritisch diskutiertes Thema waren die Auswirkungen des zunehmenden Flugverkehrs auf das Lernverhalten von Kindern; in diesem Zusammenhang wurde auch hinterfragt, warum die laufende Lärm­wirkungsstudie erst jetzt – kurz vor Inbetriebnahme der Landebahn Nord – durchgeführt wird. In diesem Zusammenhang richtete FDP-Stadtrat Andreas Frache die dringende Bitte an Herrn Müller, sich dafür einzusetzen, dass die Schallschutzauflagen durch Fraport nicht erst bis 2017, sondern deutlich früher abgeschlossen werden. Diese Bitte fand breiten Zuspruch: „Wenn die Einwohner den zunehmenden Flugverkehr dulden müssen, dann sollte sich auch Fraport bewegen“ – zumindest in diesem Punkt herrschte Konsens.

Anschließend stand Herr Müller bis kurz vor Mitternacht noch für Gespräche und Einzelfragen zur Verfügung, was von den Anwesenden auch rege genutzt wurde!